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Jom Kippur heute: Rituale und Bräuche

Wie alle jüdischen Feiertage beginnt auch Jom Kippur bereits am Abend des Vortags. Doch nicht erst mit dem Abendgottesdienst hält der große Versöhnungstag Einzug in die Haushalte. Bereits beim Nachmittagsgebet in der Synagoge wird zum ersten Mal das für Jom Kippur so wichtige Sündenbekenntnis, das Vidui, gesprochen. Die alphabetische Auflistung der Sünden geht noch auf die Zeremonie im Tempel zurück, wurde aber in nachtalmudischer Zeit deutlich erweitert. Die Aufzählung der Verfehlungen reicht von Treulosigkeit bis hin zu Irrtum und bezieht sich keineswegs nur auf das einzelne Individuum, sondern auf Israel als Ganzes, welches Gott um Verzeihung bittet.

Nach dem Nachmittagsgebet beginnt daheim auch die Zeit der körperlichen Vorbereitung auf den Versöhnungstag. Körperliche Reinigung, oft auch das Schneiden der Haare, und eine letzte Mahlzeit bereiten den Gläubigen auf das Fasten vor. Zwei Kerzen werden entzündet und gesegnet. Eine von ihnen verbleibt im Haus, die andere nimmt man mit in die Synagoge zum Andenken der Verstorbenen. Denn mehr noch als das Neujahrsfest hat Jom Kippur sein Zentrum in der Synagoge, die seit Rosch ha-Schana ganz in weiß geschmückt ist. Und auch die Kleidung der Gläubigen ist an diesem Tag weiß, Kantor und Lehrer tragen an Jom Kippur schon den weißen Kittel, den sie einst als Totenkleidung tragen werden. Gedanken an den Tod, sowohl an den bereits verstorbener Mitmenschen aber auch an den eigenen, begleiten die Gläubigen an diesem Abend stärker als an anderen Tagen zur und in der Synagoge.

Der nun beginnende Abendgottesdienst wird nach dem ausschließlich zu dieser Gelegenheit zitierten Gebet Kol Nidre genannt. Der Ursprung dieses Gebets, das an Jom Kippur dem Abendgebet vorangestellt wird, liegt in talmudischer Zeit. Der Inhalt diente antijüdischen Autoren immer wieder als scheinbarer Beleg dafür, dass das Wort eines Juden nichts wert sei, da im Kol Nidre alle uneingelösten Eide und Versprechungen, vorschnell oder unabsichtlich abgegeben, für ungültig erklärt werden. Dass eine solch polemische Interpretation nicht haltbar ist, wird schon durch das oben beschriebene Verständnis vom Jom Kippur deutlich, dem eine Versöhnung mit den Mitmenschen vorangehen muss: die Gelübde, die im Kol Nidre für ungültig erklärt werden, beziehen sich alleine auf das Verhältnis zwischen Mensch und Gott. Bevor der Kantor jedoch die bekannte Melodie anstimmt und anschließend drei Mal wiederholt, ruft ein Kollegium aus Vorbeter, Rabbiner und einem weiteren angesehenen Gemeindemitglied alle Anwesenden zum gemeinsamen Gebet auf. Denn an Jom Kippur ist es dem Reinen erlaubt, neben dem Sünder zu beten, dem vermeintlich Schuldlosen neben dem, der sich seiner Verfehlungen sehr bewusst ist. Die Formel, mit der diese Erlaubnis ausgesprochen wird, wurde mit kleinen Variationen fast überall in der Diaspora übernommen. Ein weiterer fester Bestandteil des Abendgottesdienstes wie auch des darauf folgenden Tages ist das oben bereits erwähnte Sündenbekenntnis, welches vierundvierzig Vergehen auflistet und im Laufe des Jom Kippur-Rituals zehn mal gesprochen wird. Diese Zehnzahl soll anknüpfen an den Versöhnungstag zur Zeit des Tempels, an dem, und nur an dem, der Priester genau zehn Mal den Namen Gottes aussprach. In vielen Gemeinden wird am Abend des Jom Kippur gepredigt, während an allen übrigen Tagen des Jahres Predigten im synagogalen Gottesdienst eher unüblich sind. Nach Abschluss des Abendgottesdienstes bleibt die Synagoge in dieser Nacht offen und beleuchtet. Es steht jedem frei dort zu verweilen, Psalmen zu lesen oder zu beten. In orthodoxen Gemeinden geht der Abendgottesdienst ohnehin oft unmittelbar ins Morgengebet über.

Der eigentliche Tag des Jom Kippur beginnt bereits in den frühen Morgenstunden. Neben der Lesung spezieller Toraabschnitte wird im Morgengottesdienst vor allem der Verstorbenen gedacht. Bei dem Gebet Jiskor, das zu diesem Anlass gesprochen wird und das den Gottesdienst beendet, verlassen die Gemeindemitglieder, deren Eltern noch leben, die Synagoge. Den eigentlichen Höhepunkt des Festtages bildet jedoch der Zusatzgottesdienst Mussaf, in dessen Mittelpunkt die Rezitation der Avoda steht. Von sechs Personen wird Lev 16 in einem nur für hohe Feiertage gebräuchlichen Singsang vorgetragen, ein siebtes Gemeindemitglied liest Jesaja 57, 14-21 vor, in dem falsches Fasten verurteilt und Menschlichkeit gelobt wird. Während des Mussaf-Gebets vollzieht sich ein in der Synagoge sonst unübliches Ritual: wie schon am Neujahrstag kniet die ganze Gemeinde vor dem offenen Toraschrank nieder. Auch mit dieser Geste wird die Erinnerung an die Tempel-Zeremonie bewahrt, von der überliefert ist, dass die Gemeinde sich auf den Boden warf, wenn der Hohepriester aus dem Allerheiligsten kam und den Namen des Ewigen aussprach. Heute wiederholt die Gemeinde an Jom Kippur das Niederwerfen bei jeder Erwähnung dieses Ereignisses drei Mal.

Um die Zeiten zwischen den festen Gebeten zu füllen und dem Bedürfnis vieler gerecht zu werden, den ganzen Tag in der Synagoge zu verbringen, hatte man schon früh eine Lösung gefunden: Pijutim, liturgische Gedichte, die zum Teil eine eigene Melodie erhielten, werden rezitiert und überbrücken so die Zeit bis zum Beginn des Nachmittagsgebets, der Mincha, in dessen Verlauf die Tora zum zweiten Mal zum
Podium gebracht und entrollt wird. Drei Gemeindemitglieder werden nach vorn gebeten, von denen zwei aus Lev 18 vorlesen und ein Drittes die Geschichte des Propheten Jona. Im Zentrum des Nachmittagsgottesdienstes steht im westeuropäischen Ritus das Gedenken an die jüdischen Märtyrer, zum Beispiel an die zehn Gelehrten, die im 2. Jahrhundert n. Chr. von den Römern gefoltert und ermordet wurden. Aber auch das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus hat hier seinen Platz. In die vierte Amida werden Bitten um Vergebung, Selichot, eingefügt, von denen manche noch aus der Zeit der Kreuzzüge stammen. Als Zeichen der Versöhnungsbedürftigkeit Israels wird an Jom Kippur jedes der festen Gebete mit solchen Selichot beendet.

Mit der erneuten Wiederholung des Sündenbekenntnisses schließt die Mincha und geht dann nahtlos in den letzten Gottesdienst des Tages über. Dieser Schlussgottesdienst ist, wie schon sein Name Ne’ila („Schließung") andeutet, der Zeitpunkt, an dem die himmlischen Bücher, die Pforten des Himmels, sich wieder schließen. Mit großer Inbrunst werden nun noch einmal Bittgebete vorgetragen und an Gottes Barmherzigkeit appelliert. Mit dem Schma Jisrael und dem Erklingen des Schofars endet der große Versöhnungstag. Nun hat sich entschieden, ob der einzelne für das nächste Jahr in das Buch der Lebenden oder der Toten geschrieben wurde. Der abschließende Wunsch der Gemeinde, die nie erlöschende Hoffnung, ist ein Ausblick in die Zukunft: „Nächstes Jahr in Jerusalem!"