Beherrschung der Sinne, der Sprache und Begierden

Beherrschung unserer Triebe

1. Der Stufe der Heiligkeit kommen wir um so näher, je mehr wir die von Gott uns anerschaffenen Triebe zu beherrschen vermögen, dass sie nicht zu Begierden und Gelüsten, zu Neigungen und Leidenschaften erstarken, über welche wir dann nur schwer Herr werden könnten. Darum spricht Gott im zehnten Wort vom Sinai: Du sollst nicht begehren! Du sollst nicht gelüsten!

Zügelung der Zunge

a. Sprich nichts Unnützes, geschweige denn Unreines

 

1. Das Werk unserer Heiligung ist sehr wesentlich bedingt durch die Gewalt, welche wir über unsere Zunge haben, durch unserer Übung in der Kunst zu schweigen. Den Gedanken können wir immer noch beherrschen, unterdrücken. Das gesprochene Wort ist oft schon die halbe Tat, noch öfter eine ganze, volle sündhafte Tat. Je leichter aber Zungensünden sich vollziehen, desto wichtiger ist es, unsere Zunge fest im Zaume zu halten.

Bewachung der Sinne

1. Aus dem vorangehenden Abschnitt erkennen wir, dass es für den Zweck unserer Heiligung keineswegs genügt, wenn wir unseren Leib nach Toravorschriften erhalten, pflegen, nähren und der sündhaften Tat uns enthalten. Die Tora fordert auch, fordert ganz besonders, die Läuterung und Heiligung unseres Innern, unseres Denkens, Fühlens und Wollens.

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