Beobachtung der Speisevorschriften

Kueche und Tischgeraete

1. Alle zur Speisevorbereitung, zum Tischgebrauch, Spülen, An­richten usw. bestimmten Gefäße und Geräte, welche für verbotene Speisen benutzt worden sind, oder von denen man nicht weiß, wie sie bisher benutzt wurden, ebenso Herde und Kochöfen sind uns zum Gebrauch  für Speisebereitung verboten, bis sie der vorschriftmä­ßigen Reiningung ( ) unterzogen worden sind.

Fleisch- und Milchmischung

1. Die Tora verbietet uns, Fleisch vom Vieh (Behemot) und Milch zusammen zu kochen, zu essen oder zu irgend einem Nutzgebrauch zu verwenden (  ). Durch Anordnung unserer Weisen s.A. ist jede Mischung dieser Stoffe auch ohne Feuer, sowie der Genuß von Wild‑ und Vogelfleisch  ( ) mit Milch verboten. Dem Fleische gleich geachtet ist jeder genießbare Körperteil des Tieres; der Milch gleich geachtet ist auch jeder daraus bereitete Stoff, wie But­ter, Käse u.dgl.

Genuss verbotener Tiergattungen

1. Auch von den zum Genuß erlaubten, vorschriftsmäßig geschächte­ten und gebrechenfrei befundenen Tieren dürfen wir nicht alle Teile genießen; die Tora verbietet: a. den Genuß des Blutes von Säugetieren und Vögeln (Dam), b. gewisse Fett‑ (Talg) Teile von den Rindern, Schafen und Ziegen (chelew) und c. die Spannader von allen Säugetieren (gid ha‑nasche). Alle diese Teile müssen von den geschächteten Tieren vor der Zubereitung zum Essen sorgfältig entfernt werden.

Schlachten erlaubter Tiere

1. Die Tora gebietet, die erlaubten Säugetiere und Vögel, von welchen wir etwas essen wollen, vorher nach der durch die Über­lieferung uns bekannten Weise zu schlachten (Sch'chita); Schäch­ten).

Speisevorschriften

1. Wir kennen den wunderbaren Zusammenhang zwischen unserem Leibe und unserer Seele nicht; wir wissen aber nicht nur, dass der Leib das Werkzeug ist, durch welches die Seele nach außen wirkt, sondern auch, dass die Beschaffenheit des Leibes auch auf die Vorgänge in der Seele Einfluß übt, wie denn z.B. bei gewissen Krankheiten des Leibes die Seelentätigkeit eine Richtung annimmt, welche sie vor der Erkrankung nicht hatte und nach der Heilung nicht mehr hat.

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