Mensch - Gott - Natur

Die Lehren der Tora über Gottes Verhältnis zum Menschen

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 1. Der Mensch ist das vorzüglichste Geschöpf Gottes auf Erden. Die auf der Stufenleiter der Geschöpfe Gottes zunächst unter dem Menschen stehenden und zuletzt vor diesem erschaffenen Tiere ließ Gott als lebendige Wesen aus der Erde hervorgehen ‑ Leib und Leben ist bei ihnen eins ‑ sie gehören ganz der Erde an. Den Leib des Menschen aber bildete Gott selbst aus Erde; dieser Leib hatte jedoch kein Leben; Leben erhielt er erst dadurch, dass Gott ihm den Lebensodem ins Angesicht hauchte. Der Mensch ist demnach ein Doppelwesen, ein der Erde entnommener Leib und ein Gott entstam­mender Geist, die Seele. Beide sind miteinander verbunden, aber nicht vereinigt; der Leib lebt durch die Seele, die Seele wirkt durch den Leib.

Die Lehren der Tora über Gottes Verhältnis zur Welt

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 1. Gott ist der Schöpfer der Welt; er hat alles, was außer ihm da ist, aus nichts, ohne Stoff und Mittel durch seinen freien Willen (sein Wort) ins Dasein gerufen, damit dieses sein Werk ein Wohnplatz werde für ungezählte Millionen von Wesen, die sich ihres Daseins freuen und im Genusse der erschaffenen Güter sich beglückt fühlen sollen; insbesondere sollen die mit Vernunft begabten Wesen (Menschen) in der Anerkennung ihres Schöpfers und durch Befolgung seines Willens sich die höchste Glückseligkeit erringen.

Die Lehren der Tora über Gott

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Kein Mensch kann Gott begreifen, er ist unerforschlich. Damit wir uns aber keine irrigen Vorstellungen von ihm machen, damit wir in ihm den Herrn und Meister unseres Lebens, dessen Gesetzen wir Gehorsam schulden, den Richter unserer Taten, der von uns Rechen­schaft fordert, den Lenker unseres Geschickes, auf den wir in allen Lagen des Lebens und im Tode vertrauen und hoffen dürfen, erkennen  und anerkennen, damit er uns endlich als erhabenes Vorbild, dem wir nachstreben sollen, voranleuchte, hat uns die Tora folgende Lehren über ihn mitgeteilt:

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