Zeichen der Anerkennung

Bedeutung und Einfluß der Zeichen

Tefilin

Die Tora hat uns geboten, an unserem Körper, an unseren Klei­dern und Wohnungen gewisse Zeichen anzubringen, nämlich die Beschneidung Mila, die Schaufäden Zizit, die Denkzeichen an Hand und Haupt Tefilin und die Pfostenaufschrift Mesusot. Diese Zei­chen sollen einerseits Gott gegenüber ausdrücken, dass wir ihn als unseren Gott anerkennen und uns als verpflichtet erachten, ihn zu lieben und zu verehren, ihm zu gehorchen und zu dienen, anderer­seits sollen sie für uns Erinnerungszeichen sein, die uns bestän­dig an diese Verpflichtung mahnen.

Das Gebot der Pfostenaufschrift

Mesusa

1. Die Tora gebietet uns, die beiden Stellen aus der Tora Sch'ma und auf Pergament abzuschrieben und in Kapseln ver­wahrt an die Pfosten aller unserer Türen und Tora zu befestigen.

 

2. Ausgenommen von der Pflicht der Pfostenaufschrift sind Synago­gen, kleine, nicht 24 Faustbreiten im Gevierte (Quadrat) messende Zimmer, Pfosten ohne Oberschwelle, Aborte und Badezimmer.

 

Das Gebot des Tefillinanlegens

Tefilin schel jad

1. Die Tefillin bestehen aus zwei mit Lederriemen versehenen Lederkapseln, in diesen befinden sich auf Pergamentstreifen geschrieben folgende vier Stellen (Perischiot) der Tora: Kadosch II. Mos. 13, 1‑10, Wehija 2. Mose 13, 11,16, Sch'ma, 5. Mos. 6, 4‑9, Wehaia Im Schamoa 5. Mose 11, 13‑21. Die zwei letzgenann­ten Stellen bilden auch die  zwei ersten Abschnitte des Sch'ma. Die Riemen dienen zum Befestigen der Kapseln an Arm und Haupt. Durch das Anlegen der Tefillin befolgen wir zwei Gebote der Tora.

 

Das Gebot des Zizittragens

1. Es ist ein Gebot der Tora, an jeder Ecke viereckiger Gewänder, welche von männlichen Personen angelegt werden sollen, nach Vorschrift der mündlichen Lehre zu knüpfende Fäden (Zizit Schau­fäden) anzubringen.

 

Das Bundeszeichen der Beschneidung

1. Das von Gott dem Stammvater Abraham erteilte Gebot, dass bei seinen Nachkommen alle männlichen Personen beschnitten werden sollen, damit sie an ihrem Leibe ein Zeichen tragen, dass sie dem Bunde angehören, welchen Gott mit Abraham für dessen Nachkommen auf ewige Zeiten errichtet hat, ist auch in der siniaitischen Gesetzgebung wiederholt.

 

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