1. Unsere Liebe zu unserem Nebenmenschen darf sich keineswegs darauf beschränken, dass wir ihn in seiner Person und seinen Rechten nicht verletzen, ihm lassen, was er hat, ihm geben, was ihm gehört; wir müssen auch mit dem Aufwand aller unserer Mittel und Kräfte dazu beitragen, dass er, was er besitzt, nicht einbüße und ihm das werde, was ihm mangelt. Die Tora erteilt uns hierüber eine Reihe von Vorschriften, durch deren Befolgung wir die höchste Stufe erreichen, zu welcher der Wandel in den Wegen Gottes emporführen soll, Gottes, der alle rettet, allen hilft, allen gibt, wessen sie bedürfen. Alle diese Vorschriften gehören unter den Begriff der "tätigen Bruderliebe".