Gerechtigkeit

Die Vorschriften gegen üble Nachrede und Verleumdung

1. Das Verbot, welches uns die Tora mit den Worten erteilt (3.Mos. 19,16): "Gehe nicht als Zuträger unter deinem Volke umher", ist eines der wichtigsten. Nichts ist geeigneter, Liebe und Frie­den aus der menschlichen Gesellschaft zu verdrängen und Haß und Zwietracht an deren Stelle zu säen, als die Übertretung dieses Verbotes.

Die Verbote der Kränkung und Beschämung

1. Die Liebe und Achtung, welche wir unserem Nebenmenschen schulden, fordern von uns die zarteste Schonung seiner Gefühle. Darum verbietet uns die Tora, in seiner Gegenwart, auch nur unter vier Augen, Worte über unserer Lippen treten zu lassen, die in ihm unangenehme oder schmerzliche Gefühle erregen könnten; der Inhalt dieses Verbotes wird uns aus folgenden Beispielen klar.

Die Vorschriften über Schonung des Lebens und der Gesundheit unserer Nebenmenschen

1. Das schwerste Verbrechen gegen unsere Nebenmenschen, der höchste Grad der Verleugnung der ihm schuldigen Liebe, die stärk­ste Abweichung von den Wegen Gottes, der in dem Menschen das edelste seiner Werke geschaffen hat, ist der Mord oder die Tötung eines Menschen. Darum ist dieses Verbrechen, welches schon den Noachiden verboten worden war, in der Tora als erstes unter den Worten vom Sinai, welche sich auf den Nebenmenschen beziehen, verboten, und an anderen Stellen der Tora wird der vorsätzliche Mord mit Todesstrafe bedroht.

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