Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit

Das Verbot falscher Ratserteilung

1. Wir sind ganz besonders da unserem Nebenmenschen die volle aufrichtige Wahrheit schuldig, wo wir wissen oder annehmen kön­nen, dass unsere Worte ihm als Maßstab für sein Verhalten gelten werden. Nach der Überlieferung unserer Weisen s.A. ist das Verbot der Tora (3. Mos. 19,14): "Du sollst vor einen Blinden keinen Anstoß hinlegen," nicht bloß leiblich, sondern auch auf geistig Blinde, auf Unwissende, Unerfahrene, Ratsbedürftige zu beziehen, und es werden damit alle Worte und Handlungen verboten, die geeignet sind, unseren Nebenmenschen zu nachteiligen oder gar sündhaften Unternehmungen zu veranlassen.

Das Verbot der Lüge, Schmeichelei, Heuchelei, Wortbruch

1. Gott ist wahrhaftig; er gebietet uns, in seinen Wegen zu wan­deln; schon das verpflichtet uns zur strengsten Wahrhaftigkeit zum Verabscheuen jeder Lüge. Außrdem  wird in den heiligen Bü­chern und in den Worten unserer Weisen s. A. kein Laster mehr getadelt als die Lüge, keine Tugend mehr gerühmt als die Wahrhaf­tigkeit.

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